ein Leitmotiv

Ab und an nehme ich mir ein Buch zur Hand lese ein wenig darin. Es ist immer wieder gut zu erfahren, wie Fotografen in den letzten Jahrzehnten ihrem Hobby, ihrem Beruf nachgegangen sind. So habe ich zum Beispiel von einem Grundsatz gelesen, der über dem künftigen Fotografenschicksal stehen sollte:

„Wer gute Fotos will, muss viele Fotos machen!“

Es wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass man (bei Farbaufnahmen) mindestens drei Fotos machen soll.

– eins mit der vorgegeben Blende

– ein mit einer Blende niedriger

– eins mit einer Blende höher

Dann hätte man auf jeden Fall ein Foto, bei dem Farbreinheit und Brillianz stimmig seien.

Zu Zeiten der Kleinbild-, Farbnegativ- oder Diafilme mag so etwas sinnvoll gewesen sein. Doch wer hatte damals schon eine Kamera mit Winder, konnte sich die Menge an Filmen leisten, die solch ein Verfahren zwangsläufig mit sich brachte?

 

so kann der Arbeitsplatz eines (Hobby)Fotografen

im digitalen Zeitalter aussehen …

 
 

Im heutigen digitalen Zeitalter, bei Kameras mit der Möglichkeit mehrere Fotos innerhalb von Sekunden schiessen und abspeichern zu können, scheinen ein paar Fotografen den Leitsatz „der vielen Bilder“ irgendwie missverstanden zu haben.

Denn oftmals wird auf den Auslöser gedrückt, werden etliche Fotos gemacht, die dann erst mal mit nach Hause genommen werden. Dort wird anschließend das beste Foto rausgesucht, den Freunden und Bekannten, der Community präsentiert. Doch ist dieses Raussuchen eigentlich Sinn der Sache? Klar kann man so vorgehen, doch ist es meiner Meinung nach besser sich vor dem Auslösen ein paar Gedanken über Belichtungszeit und Blende, über das vorhandene Licht und den passenden Aufnahmewinkel zu machen.

Und wenn etwas an dem Bild nicht stimmen sollte muss ich mich mit dem Foto auseinander setzen, muss ich sehen und vor allen Dingen erkennen, wo mein Fehler. Ich muss selbstkritisch sein, muss bereit sein, aus den erkannten Fehlern zu lernen.

Ansonsten verstehe ich den obigen Grundsatz dahin gehend, dass man möglichst oft seine Kamera zur Hand haben soll, dass man im Training bleibt. An allen möglichen Orten und zu allen möglichen Tageszeiten. Wie heißt es doch so schön: „Übung macht den Meister!“.

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