Majestätsbeleidigung

„Ja wer bist Du denn eigentlich, dass Du es wagst, Bilder des großen Helmut Newton (oder sonst jemandem)zu kritisieren?“

„Wer gibt Dir das Recht, an diesem Foto etwas auszusetzen?!“

„Mach erst mal selber anständige Fotos.“

So oder so ähnlich sind manchmal die Reaktionen, wenn ich in einer Diskussion sage, dass mir das ein oder andere Foto von diesem oder jenem Fotografen nicht gefällt. Selbst der Hinweis auf eine andere, eine günstigere Aufnahmeposition wird oftmals als direkten Angriff auf den Fotografen angesehen. Doch DAS ist wirklich nicht der Grund für meine Aussage. Es geht dabei einzig und allein um meine Sicht der Dinge, um meine Einstellungen zur Fotografie. Es geht darum, wie ich die Welt sehe. Ich versuche bei meinen Kommentaren meine Überlegungen zu einem Foto darzu legen. Ich will den anderen nun wirklich nicht meine Sicht auf ein Foto als das allein selig machende Vorgehen aufzwingen. Wenn ich das Foto gemacht hätte, hätte ich es eben anders gemacht.

Ja, die Fähigkeit mit Kritik umzugehen ist in der heutigen Gesellscahft gegen NULL gesunken … schade aber auch. Und aus diesem Grund verkneife ich mir immer öfters einen Kommentar abzugeben. Denn sich blöde anmachen lassen, das muss ich auch nicht haben. Sollen sich die anderen doch in dem Glanz sonnen, mit den Großen der Fotografie einer Meinung zu sein. Sollen sie doch nachmachen statt selber etwas Eigenes zu produzieren.

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