Flucht vor den Schützen

An diesem Wochenende war Schützenfest im Dorf. Eigentlich interessiert mich so was ja nicht die Bohne. Doch hier im Ort steht das Zelt immer am Hang gegenüber. Soll heißen: die (sehr) laute Musik dröhnt über die Ebene. Die Bässe wummern bis tief in die Nacht. Sie hindern mich am Schlaf.

Aus diesem Grund bin ich am Freitag bei beginnender Dunkelheit Richtung Münster aufgebrochen. Die Kanalschleuse im Norden der Stadt war mein Ziel. Die dortigen Lichter waren etwas, was ich schon lange fotografieren wollte. Aus diesem Grund hatte ich natürlich auch mein neues Stativ dabei.

Am Kanal angekommen bemerkte ich im Süden der Stadt das über Deutschlands Mitte angekündigte Gewitter. Aber heh, ’s ist im Süden der Stadt unterwegs. Also raus aus dem Wagen, die paar Meter zur Schleuse und erst mal schauen, ob es Motive gibt, so wie ich es mir erhofft habe. Doch erst habe ich mich wieder ins Auto zurückgezogen, bei dem beginnendem Regen schient mir dies das Beste zu sein.

Nach kurzer Zeit bin ich wieder raus aus meinem Ferrari, ähm aus meinem Fiat, Stativ und Kamera schussbereit gemacht. Die vereinzelt fallen Regentropfen machten mir nichts aus, hinderten mich nicht am Fotografieren. Und es war schon faszinierend zu sehen, wie im Süden der Himmel ab und an durch Blitze erhellt wurde.

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Doch dann drehte sich das Gewitter. Es kam rasend schnell Richtung Norden, Richtung Schleuse. Zuerst machte mir das nichts aus, ist ja nur Wasser was da von oben kommt und da meine Pentax abgedichtet ist, habe ich erst mal weiter gemacht. Doch das Gewitter kam schnell näher, die Blitze zuckten in immer kürzeren Abständen. Deshalb habe ich dann wieder mein Auto aufgesucht und nach wenigen Minuten im Wagen brachen wahre Sturzbäche aus den Wolken. Puh, gut dass ich im Wagen saß.

Bin dann noch mal Richtung Innenhafen, in die Innenstadt gefahren. Doch auch hier war es nass nass nass. Der Regen fiel so dicht, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Also wieder gewartet. Doch irgendwie wollte der Regen kein Ende nehmen. Habe mich dann entschlossen, die Fototour abzubrechen. Doch noch schnell einen Döner geholt, der leere Bauch machte sich bemerkbar. Schön, wenn wenn man sich in einer Stadt bis in die frühen Morgenstunden etwas zu essen besorgen kann. Vielfalt in der Studentenstadt Münster halt. Da können sich andere Städte was von abschneiden.

Die Rückfahrt verlief dann sehr ruhig, bin an einem Feldweg, der eine besondere Bedeutung für mich hat, vorbeigekommen. Und als dann die Nacht Tag langsam aber sicher zu Ende ging, war ich wieder zu Hause.

Noch schnell einen Schluck Weißwein getrunken und dann ab ins Bett. Werde irgendwann in den nächsten Tagen die ganzen Fotos durchsehen, sortieren, bearbeiten.

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