saukalt, aber gut

Gestern Abend habe ich mich noch mal richtig warm angezogen.

Kameratasche ins Auto, das Stativ dazu, das ein oder andere Zubehörteil. High Heels.

Mit Mütze, Schal, Handschuhen und dicker Jacke bin ich dann nach Bad Rothenfelde geschlichen. Denn schnell fahren war bei dem Nebel nicht drin. Alles was schneller als 20 km/h gewesen wäre, wäre selbstmörderisch gewesen. Ein Entgegenkommer und zack es hätte gekracht. Ja, das war eine Sichtweise von maximal 10 Metern. Wenn überhaupt.

Doch gerade diese Nebel war es, der mich rausgetrieben hat. Gibt es doch noch bis 07. Februar diesen Jahres die LICHTSICHT5. Die Projektions-Biennale in Bad Rothenfelde. Und da habe ich mir durch den Nebel, durch die Projektoren interessante Lichtspiele versprochen.

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Doch in Bad R angekommen gab es keinen Nebel, es gab sogar sternenklaren Himmel. Nun gut, machen wir das Beste aus der Situation. Und so bin ich mit Kamera und Stativ zu der großen Saline marschiert, habe meine Apparatur aufgebaut. Aber bevor ich das erste Mal auf den Auslöser gedrückt habe, habe ich mir in Ruhe die Projektionen angeschaut, die auf der Saline zu sehen ist. Hat was, hat was, da haben die verschiedenen Künstler was faszinierendes auf die Beine gestellt. Und die Musik dazu, jau passt.

Und durch so viel Kunst gefesselt, habe ich schnell die Kälte vergessen.

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Wegen der Kunst bin ich hier hin gefahren, ja, aber hauptsächlich um meine Kunst, um ein paar Fotos zu machen. Also ran an die Kamera und die notwendigen Einstellungen vorgenommen. Langzeitbelichtung war angesagt und wie sollte es anders sein, ich habe was vergessen, habe den Kabelauslöser zu Hause liegen lassen. In solchen Momenten ist man dankbar, dass die Kamera eine Auslöseverzögerung von 12 Sekunden hat. So kommen Kamera & Stativ nach dem Drücken des Auslösers zur Ruhe, Verwacklungen sind so gut wie ausgeschlossen.

Was mir jedoch Probleme bereitete, war das Scharfstellen. Denn in der Dunkelheit arbeiten die Sensoren nicht oder nur unzureichend. Also darf, nein muss manuell scharf gestellt werden. Da es aber in der Dunkelheit wenig Anhaltspunkte gibt, an denen man sich orintieren kann, ist das am Anfang alles ein „Versuchen und Verwerfen“. Aber nach ein paar Aufnahmen gab es auch hier keine Probleme mehr.

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Bin echt froh, dass ich letztens mein „neues Stativ“ nach einem Test er/behalten durfte. Das Teil ist dankbar/denkbar leicht. Ob ich diese Tour, diese Schlepperei mit meinen alten, mit dem schweren Stativ unternommen hätte, ich wage es zu bezweifeln. Aber das alte Stativ werde ich erst mal behalten, vielleicht brauche ich es irgendwann mal, zum Beispiel als Halter für eine externe Lichtquelle…

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Irgend wann war es mir aber so kalt, ich wollte nur noch nach Hause, in die warme Stube. Na ja, fast 2 Stunden reicht auch. Doch so ganz ohne ein Heels-Foto konnte und wollte ich nicht nach Haus fahren. Kurz das Paar Pumps aufgestellt, ein Foto gemacht.

Doch so ganz zufrieden bin ich nicht mit dem gestrigen Abend. Dass der Nebel plötzlich weg war, das passte mir gar nicht. Mal schauen, ob bis Ende der Biennale noch mal Nebel auftritt. Auf jeden Fall möchte ich mir, wenn es abends etwas wärmer ist, die Projektionen, die Töne & Geräusche dazu noch mal anschauen….

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