Modelkommunikation 52

13.09.2009 – Mail

Hallo XXXXXXXX.
Anbei der erste (!) Abdruck meiner ‚Geschichte‘ für den FOTOHOLIKER…
Schon mal DANKE fürs drüber schauen …
Hoffe, Du kannst die Word-Datei lesen
Vermisse Dich sehr.
Gruss und dicken Kuss
Dein FK
P.S.
ich lege mich zwar jetzt wieder hin, aber wenn Du
anrufen kannst, anrufen möchtest …
aber wirklich nur falls …. / wenn ….
———————————————————————————————————
Der Text meiner Geschichte:

 

Kurz zu der Person des heutigen Gast-Autors:

Der werte Herr hat die Schallgrenze 50-Jahre und kein bisschen leise schon hinter sich gebracht, ist im Denken und Handeln aber deswegen nicht eingerostet oder beharrt auf seinen Standpunkten. Vielmehr ist er an allem Neuen interessiert, versucht die Welt aus vielen Blickwinkeln zu sehen und zu verstehen.

Und hier ist der werte Herr (also ich) im Bild zu sehen:

Das heutigen Thema beschäftigt sich damit, wie ich mich in den letzten Jahrem vom Knipser zum engagierten Amateurfotografen entwickelt habe. Es wird angesprochen, wer mich (wieder) zum Fotografieren gebracht, wer mich auf meinem jetzigen Weg begleitet, mich inspiriert hat.

Bei vielen ‚von uns Fotografen’ wurde die Liebe zur Fotografie in jungen Jahren gelegt.
Der Grundstein bei mir war erst mal eine Agfa ISO-Rapid C, dann kam irgendwann eine Voigtländer Sucherkamera, mit der ich sogar bessere, sprich schärfere Fotos geschossen habe, als mein Vater mit seiner Spiegelreflex, ebenfalls einer Voigtländer. Zwischendurch machte ich im örtl. Jugendheim sogar einen Kurs mit [[heutzutage heisst sowas ‚Workshop’]], der sich mit der Entwicklung von S/W-Fotos in der Dunkelkammer beschäftigte.

Eine Zeitlang fotografierte ich auf Konzerten mit meinen zwischenzeitlich erworbenen SLR’s. Mit einem Diebstahl / Wohnungseinbruch endete dann aber sehr abrupt meine fotografische ‚Karriere’, der bei diesem Einbruch geklaut Fotokoffer mit 2 Yashica’s plus div. Zubehör wurde mir mit fadenscheinigen Argumenten seitens der Versicherung NICHT ersetzt.. Dadurch war das Fotografieren erst mal auf Eis gelegt. 

Aber wie das so ist, wenn man eine Sache lieb gewonnen hat … man kann nicht loslassen. Also habe ich mir irgendwann doch wieder eine kleine Kamera für die Hosentasche geholt.

Denn ab und an ein paar Fotos auf diversen VW-Käfertreffen mit meinem Herbie (VW-Käfer-Fahren war auch mal ein Hobby von mir), von den vielen schönen Käfern, das musste einfach sein. Und klar, die Vorteile eine digitalen Kompaktkamera, sie waren mir schon sehr früh klar, aber was diese ‚Boliden’ am Anfang kosten sollten … nein danke, das war jenseits der finanziellen Möglichkeiten …

Aber wie es so ist, irgendwann kommt der Punkt, da will man auch mit der Technik gehen und so kam eine kl. Canon Powershot ins Haus. Und ja, es hat Spaß gemacht, damit zu fotografieren, mit ihr zu experimentiert, die Möglichkeiten de Cam auszureizen. Und dann irgendwann kam der entscheidende Tag, der mein weiteres fotografisches Leben über alles beeinflussen, es total auf den Kopf stellen sollte. „Ein Anruf verändert mein Leben..“, das hört sich ziemlich dramatisch, das hört sich melodramatisch, das hört sich sogar äußerst beängstigen an … Nun ja, der Anruf war aber eher, aufwühlend, anstoß gebend, schön, eine Art ,Intitialzündung, für meine fotografische Zukunft … und das kam so:

Eines Abends sass ich am Rechner, als das Telefon klingelte. Hörer abnehmen, sich mit Namen melden und dann … dann wurde ich gefragt, ob ich wirklich der Norbert S. ehemals Leverkusen wäre …Ungläubig schaute ich den Telefonhörer an und antwortete wahrheitsgemäß mit einem ‚JA‘ … „Ja super, klasse, dass ich Dich gefunden habe, hier ist die Sanni. …“

Fassungslos starrte den Hörer an, konnte einfach nicht glauben, was ich da am anderen Ende der Leitung zu hören bekam, wer sich da gerade meldete. Sanni … eine wirklich liebe liebe nette Freundin aus alten, aus vergangenen Zeiten. Wir haben an diesem Abend stundenlang telefoniert, und natürlich kam von mir auch die Frage, was SIE denn so mache, nun sie habe, so antwortete sie, sie habe mit ihrem Männe ein Fotostudio, sie machen Aufnahmen für Gott und die Welt. ’s war schon interessant, ihr zuzuhören, dies alles zu erfahren. Und ich solle ruhig mal vorbeikommen.

Bei einem dieser späteren Besuche in LEV durfte ich ein professionelles shooting von Anfang an miterleben, ich bekam an diesem Abend eine (funktionstüchtige!) Mamiya C330 geschenkt, weil in meinen Fotos „Potenzial“ vorhanden sei, wie Eik [[der Profi in der illustren Runde aus Model, Visa, Fotograf, Art-Directorin und mir]] meinte.

Dieser Moment war nicht, er ist nicht Verpflichtung, er war eher ein Ansporn für mich, mich wieder intensiv mit der Fotografie zu beschäftigen, auseinanderzusetzen, und so besuchte ich während eines Dänemark-Urlaubs u.a. eine Ausstellung über den 2004 verstorbenen Fotografen Richard Avedon. Die in der Ausstellung zu sehenden Fotografien Avedon’s haben mich in ihrer Schlichtheit doch sehr gefesselt, haben mich so fasziniert, dass ich mir vorgenommen habe, auch solch schlichte Schwarz-Weiss-Fotos, die aber gerade wegen ihrer Einfachheit doch sehr beeindruckend sind, zu erstellen ..

Das Ziel ist noch weit entfernt, aber auf meinem Weg dorthin habe ich bisher sehr viele bewegende Momente erlebt, durfte viele interessante Menschen kennenlernen, durfte mit ihnen das ein oder andere shooting machen. Und ich will immer mehr, viel mehr, unendlich viel mehr … fotografieren ..

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