die neue alte Kamera

Seit fast zwei Wochen habe ich nun meine neue alte Kamera, bei ebay habe ich für knapp 120 Euro einen Ersatz für meine K20D gefunden. Denn leider hat weder die Firma Pentax (Ricoh) noch deren Reparaturdienst auf meine Anfrage wegen des Elektronikfehlers reagiert. Schade, aber nun ja, wenn man keine zufriedenen Kunden möchte, kann man so handeln.

links die „Neue“, rechts die „Alte“ …

Da ich mich im Vorfeld nach eine fabrikneuen Kamera umgesehen habe, und diese nicht unter 400Euro zu haben ist (mit der Ausstattung die ich haben möchte), habe ich halt wieder „was Gebrauchtes“ bei ebay ersteigert. Denn mit Hartz4 ist das Leben schon problematisch genug, da überlegt man sich wirklich, was ist notwendig, was muss nicht sein.

Nun ja, irgendwann wird das Leben wieder besser. 

Nahaufnahme einer Druse

Auf jeden Fall bin ich in den vergangenen 2 Wochen oft unterwegs gewesen, habe Fotos gemacht. Und ich habe das Gefühl, die neue alte Kamera macht schärfere Fotos als die Vorgängerin. Mein Verstand sagt mir, dass das eigentlich nicht sein kann, aber irgendwie ….

Egal, Hauptsache, die Kamera funktioniert einwandfrei und das tut sie. 

Perlen & Brille

Advertisements

Den Fotograf fotografieren

Letztens hat mich die Verkäuferin beim Bäcker im Nachbarort angesprochen. Was ich denn möchte, wollte sie wissen. Klar, Brötchen, Kuchen, oder Brot, etwas, was man halt so beim Bäcker kauft, was man gerade braucht.

Doch dann kamen Efi (wie ich sie nenne) und ich, wie schon früher mal, ins Gespräch, sprachen Privates an. Und die Fotografie war unser Thema. Verständlich, denn Efi fotografiert auch.

Wir redeten unter anderem über die  Hochhausruinentour, die eigentlich eine Autobahnbaustellentour werden sollte. Wir sprachen darüber, dass der alte Güterbahnhof Osnabrück eine sehr interessante Location sein. Und sie meinte nur, dass da jede Menge Sicherheitspersonal rumlaufen würde, dass man an dem Ort nicht mehr so einfach rauf komme, keine Fotos machen könne. Echt schade, ich muss da an die Zeit zurückdenken, da ich mich dort stundenlang aufgehalten habe, alle möglichen Fotos gemacht habe.Und das ich da dass ein oder andere shootings mit Models gemacht habe.

>>Ein paar Links zu der Location:<<

Güterbahnhof Link 1

Güterbahnhof Link 2

Güterbahnhof Link 3

Güterbahnhof Link 4

Güterbahnhof Link 5

Güterbahnhof Link 6

Ach ja, shootings. Ach ja Models … das war eine tolle Zeit, in der  ich viel falsch gemacht habe, aber auch gelernt habe, was ich anders machen muss. Dadurch sind später auch ganz gute Fotos entstanden, finde ich jedenfalls.

Und dann meinte ‚meine‘ Bäckerin, dass sie gerne ein paar Fotos von sich hätte, denn als Fotograf ist man ja äußerst selten auf irgendwelchen Fotos zu finden. Kenn ich, kenn ich nur zu gut. Denn wer hinter der Kamera steht … 😦 Dieses Los haben wir Fotografen wohl alle. Wir machen die tollsten Fotos, aber ein schönes Foto von uns = Fehlanzeige! Und so fragte sie mich, ob ich denn Lust hätte, ein paar Fotos von ihr zu machen, sie zu fotografieren.

Was soll ich sagen, klar habe ich Lust. Und wir werden irgendwann, wenn es draussen etwas wärmer geworden ist, ein shooting machen. Vorher gibt’s noch ein paar Sachen, die wir klären müssen wie:

– wo shooten wir, wo möchte sie shooten

– was für Fotos möchte Steff haben

– in welche Klamotten möchte sie fotografiert werden

– und und und

Und natürlich muss ich noch einen Vertrag aufsetzen und ausdrucken, Denn ohne das Ding‘ läuft nichts, aber auch das kriegen wir hin, ist kein Problem …

Sensorlupe

Will mir endlich mal eine Sensorlupe holen, um Staub auf dem Sensor besser erkennen und beseitigen zu können. Dabei unter anderem den nachstehenden Werbetext in den Angeboten gefunden:

„Durch die Vergrößerung des Kamerasensors können sie…. Staubpartikel, Verunreinigungen oder Fingerabdrücke leicht erkennen“ 

Und nun  frage ich mich, wer packt schon mit seinen Fingern auf ’n Fotosensor? 

Wieder ein Abriss

Und wieder mal wird eine Fabrik platt gemacht. Abriss ist das Gebot der Stunde. Irgendwann musste sowas ja passieren, denn schon lange standen die Gebäude eines Fleischwerkes leer. Laut diversen Zeitungsberichten seit ungefähr 2008/2009. Ist das wirklich schon so lange her? Auf jeden Fall wollte ich schon seit Jahren dort mal ein paar Fotos machen, und wollte, falls möglich, auch in die Räume vordringen.

Auf jeden Fall habe ich vor einigen Wochen während einer meiner seltenen Vorbeifahrten dort bemerkt, dass sich da auf dem Gelände irgendwas tut. Und bei weiteren Fahrten sah ich, dass dort Baumaschinen, dass da Abrissmaschinen standen, bzw. dort im Einsatz waren.

ehem. Rampe

Teil des Geländes

Da hatte ich plötzlich so etwas wie Panik in den Augen. Denn wieder ein verlassenes Fabrikgelände, auf dem ich keine Foto gemacht habe? Geht ja gar nicht. 😉

Und so bin ich ich vor etlichen Tagen zum ehemaligen Fleischwerk gefahren und musste feststellen, dass bereits ein Großteil der Gebäude abgerissen war, dass selbst vom Bauschutt nicht mehr viel vorhanden war. Und während ich so vorm Gelände stand, bemerkte ich, dass an der Strasse kein Zutritt zum Gelände möglich war. Doch so einfach gab ich nicht auf und fand dann nahe der Rückseite des Geländes einen schmalen Durchlass zwischen Büschen und Bäumen.

Hallenüberbleibsel

altes Eisen

hängende Gefahr ?

Ja, man schaut sich auf solch einem Gelände um, ob einen irgendwer bemerkt hat, ob man möglicherweise Besuch von der Polizei bekommt. Und ja, diese Aufregung ist es, was auch den Reiz solch eine verbotenen Geländebegehung ausmacht.

Dadurch, dass bereits der Großteil der Gebäude nicht mehr vorhanden war, konnte ich fast keine Detailaufnahmen von Schaltern, Sicherungen oder Ähnlichem machen. Schade eigentlich. Auch habe ich mich zurückgehalten ins Innere der restlichen Räume vorzudringen, Denn aus der Nähe betrachtet erschienen mir die Gebäude nicht sehr vertrauenswürdig, ein Betreten schien mir zu gefährlich. Und kein Foto ist es wert, dass man sich in Gefahr begibt. 

Ein paar Fotos konnte ich machen, und ganz ehrlich, selbst wenn ich ohne ein Foto nach Hausse gekommen wäre, wäre das auch kein Beinbruch gewesen.

die neue Autobahn

Noch ist sie leer, ist sie unbenutzt, sozusagen jungfräulich, die Autobahn, die A33 am Rande des Industriegebietes bei Halle/Westfalen. Und bis auf ein paar Fahrbahnmarkierungen, ein paar Fahrbahnbegrenzungen  fehlt da wohl nichts mehr. Und bis zur Freigabe der Autobahn am 04. April sollten die Arbeiter das schaffen.

 

Fahrbahnmarkierung

eine von 2 Auffahrten

Alles schön ruhig und still, doch in ein paar Tagen ist dies vorbei, dann wird sie für den Verkehr freigegeben, dann rollen hier Lkws, Pkws und Motorräder. Dann hört man wohl kaum noch das Gezwitscher der Vögel in den Bäumen rechts und links der Autobahn. Doch im Moment sind da noch Fußgänger, Radfahrer, Menschen mit Inlinern an den Füßen, sind da Skatboarder unterwegs

eine von 2 Abfahrten

Brückengeländer

Mittelstreifen

Kann sein, dass ich noch mal über die Ostertage da hin fahre, aber zur Eröffnung werde ich wohl nicht da sein, da wird es wohl nur so von Menschen wimmeln, da könnte es schwer werden, einen guten Platz zum Fotografieren zu finden.

Na mal schauen …

Hochhausruine

Vorgestern hielt es mich nicht zu Hause, ich musste einfach raus, trotz des ungemütlichen Wetters. Und wie so oft in den letzten Tagen und Wochen wollte ich zu einer der Autobahnbaustellen in der Umgebung. Denn vor Tagen hatte ich gesehen. dass einige Abschnitt dieser Autobahn bereits fertig sind und andere so gut wie.

Aber leere unbenutzte, neue Strassen zu fotografieren, das hat was.

eines der beiden leerstehenden Hochhäuser

ein Spielzeug – weggeschmissen

Doch an diesem Tag kam ich nicht an der Autobahn an. Auf dem Weg zur Autobahn sah ich plötzlich im Augenwinkel etwas, was mich elektrisierte, was mich faszinierte. Waren das wirklich Ruinen, waren es wirklich verlassene Hochhäuser, die ich da gesehen hatte?

Ein paar Abbiegungen, um ein paar Ecke gefahren und dann stand ich vor zwei leerstehenden, verwahrlost aussehenden Hochhäusern, bei denen die Fenster und Balkon der untere drei Reihen mit Holzplatten verschlossen waren. Und überall gab es Graffitis, Sprayereien zu sehen. Auf den Grünflächen rund um lag Müll, es gab alles Erdenkliche zu sehen: Spielzeug, Blumenkübel, Büromaterial, Mülleimer und und und … (man glaubt ja gar nicht, was da alles lag).

verschlossen – die Tiefgarage

Briefkästen

Überreste des letzten Jahreswechsel

Die Türen der beiden Hochhäuser waren mit starken Ketten und Schlössern, so dass ich in die Häuser nicht rein kam. Eigentlich schade, denn dort drinnen stöbern und fotografieren, dass hätte was.

Nun ja, was nicht ist, ist halt nicht. aber ich habe auf jeden Fall ein paar ungewöhnliche Fotos mit nach Hause gebracht. Ich bin zufrieden, ein wenig stolz, und genau diese ist ist das Wichtigste für mich.

Und sollte ich aus irgendwelchen nicht schaffen, die leeren, noch unberührten Autobahnen zu fotografieren … was soll’s, davon wird die Welt nicht untergehen.

Shooting in den nahen Bergen

Irgendwann in den frühen 2000er Jahren bin ich mit einer Fotogruppe in die nähere Umgebung von Osnabrück gefahren. Wir waren u. a.  in den Bergen (ha!) des Teutoburger Waldes unterwegs. Dabei sind dann die meisten dieser Fotos entstanden. Aber auch ein kleines Shooting in Bremen gab es, in einer Industriebrache, auch ein Home-Shooting habe ich damals durchgeführt. 

Es ist schon erstaunlich, was einem so alles in die Hände fällt, wenn man mal in den Tiefen einer Festplatte versinkt. Mal schauen, was ich noch alles finde. 🙂